By your side-by Shingel

Heey liebe Leser!!!                   (animation der AUTORIN)

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass ich weder mit den Jungs verwand bin, noch das ich sie persönlich kenne... Der Inhalt der Story ist also frei erfunden... Ich habe versucht ihren Musikweg so realistisch wie möglich zu beschreiben, nicht böse sein, wenn das eine oder andere fehlt oder nicht ganz wahrheitsgetreu ist... VIEL SPAß beim LESEN!!!

Prolog

Brütende Hitze breitet sich überall aus, es war fast nicht mehr auszuhalten
Der Schweiß rann mir über meine glühenden Backen. Die andauernde Hitze
im Auto war nicht mehr erträglich. Zum 100tsten mal fragte ich meine Eltern
wann wir wohl endlich in Loitsche anlangen würden. Meine Mutter antwortet mir genervt zurück: ,, Nicole, bitte frag mich doch nicht alle fünf Minuten, wie lange wir noch brauchen, das ist nicht auszuhalten.“ Meine Schwester Violet die neben mir im Auto saß, las in ihrem Buch und es schien als ob sie die Hitze nicht bemerken würde. Ich streifte mir durch meine lockigen Haare und musterte meine Schwester. Obwohl wir Zwillinge waren, konnte man bei uns keine Spur von Ähnlichkeit entdecken. Violet war um zwölf Minuten älter als ich und hatte sehr kurze, glatte braune Haare. Während meine brünett lockig und eher länger waren. Sie hatte ganz dunkelbraune Augen, meine hingegen waren blau. Ich war sehr schüchtern, Vi war da wieder ganz anders. Wir sahen viele Sachen ähnlich und wir hatten auch so ziemlich den gleichen Geschmack, aber trotzdem konnte man uns leicht auseinander halten. Vi riss mich mit einem lauten Seufzer aus meinen Gedanken. „Was ist denn los?“, fragte ich sie „ Wir sind bald da.“, bekam ich zur antwort von ihr. Und wirklich, plötzlich sah ich unser neues Haus in das wir einziehen sollten, weil unsere Eltern von ihrer Arbeit aus hierher versetzt wurden. Meine Laune erreichte den Tiefpunkt des heutigen Tages. Ich wollte nicht in dieses blöde Dorf ziehen, wenn doch unsere ganzen Freunde in Kuchl waren. Vi erging es genauso. „Jetzt freut euch doch mal ein bisschen, neue Freunde könnt ihr doch hier genauso gut finden.“ „Ach Mama du verstehst das nicht!“, riefen Vi und ich im Chor. Schlechtgelaunt betraten wir das Haus, es war viel größer als das Alte und hatte viel mehr Räume. Vi und ich stürmten sofort in den ersten Stock, wo wir unsere Zimmer vorfanden. Maler hatten unsere Zimmer schon auf unseren Wunsch in den Farben wie wir es wollten gestrichen. Meines hatte die Farben Gelb-Orange während Violet ihr Zimmer Gelb-Grün wollte. Unsere beiden Zimmer waren mit einer Verbindungstür, die nach belieben offen und zugesperrt sein konnte verbunden. Wir warteten bis uns irgendwer unsere Möbel brachte und räumten dann unseren ganzen Krimskrams ein. „Nici!“, hörte ich meine Schwester brüllen. Ich riss die Verbindungstür auf und fragte sie, was denn los sei. „Kommst du vielleicht heute noch?“ empfing mich eine maulende Vi. „Entschuldigung, dass du eine Sekunde warten musstest.“, fauchte ich sie an.
„Mädels hört auf zu streiten!“, rief unsere Mutter herauf. Wir erstarrten, waren die Wände so dünn, dass man uns bis hinunter hörte, oder waren wir wirklich so laut? Ich konnte mir schon denken was Vi dachte, denn nach ihrem Gesichtsausdruck dachte sie das Gleiche wie ich. Da Vi anscheinend vergessen hatte, warum sie mich so dringend brauchte wollte ich wieder zurück in mein Zimmer gehen, als sie zu mir sagte: „Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob du mit ins Dorf kommst.“ „Ja ich wollte dich das Gleiche auch schon fragen.“ Also machten wir uns auf den Weg in die Ortschaft. Da Vi sich Chips kaufen wollte ging sie in ein Geschäft während ich draußen auf sie wartete. Es waren ja nicht gerade viele Leute unterwegs und trotzdem erblickte ich einen Schwarzhaarigen Jungen, der gerade begleitet von einem Jungen mit Dreads die Straße entlang ging. Ich konnte meinen Blick einfach nicht von ihnen abwenden und plötzlich sahen auch die zwei Jungs zu mir herüber. Zunächst erschrak ich, denn ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie herüber gucken würden. Ein grinsen huschte über ihre Gesichter und sie gingen weiter.

1.Kapitel

Am nächsten Morgen wurde ich durch den Lärm fremder Stimmen geweckt. Mein erster Blick viel auf die Uhr viertel vor neun. Konnte man sich denn nicht einmal hier ausschlafen?  Da ich jetzt schon einmal wach war und sowieso nicht mehr einschlafen konnte stand ich auf. Ich öffnete meinen Schrank und zog mich an. Gleich darauf huschte ich die Treppe hinab um zusehen wer den Lärm produzierte. Meine Eltern unterhielten sich gerade mit unseren neuen Nachbarn. Ich hatte absolut keine Lust mich am Gespräch zu beteiligen. Also stieg ich wieder hinauf in mein Zimmer. Mir fielen die beiden Jungs von gestern wieder ein. Man waren die süß! Ich beschloss mal meiner Schwester einen Besuch abzustatten und sah, dass ihr Schönheitsschlaf ebenfalls durch den Lärm gestört wurde. „Morgen.“, begrüßte ich sie. „Morgen Nici.“, erwiderte sie. Ich spürte, dass wir heute beide viel entspannter waren und wir uns nicht mehr so ankeifen würden. Ich erzählte ihr von den Jungs und sie hörte mir ruhig zu. Die Sonne stach heute genauso heiß vom Himmel wie am Tag zuvor und wir wussten, dass es nicht weit von hier einen See gab. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Wir kannten uns hier ja noch nicht sonderlich gut aus und darum wunderte es uns nicht wirklich, dass wir uns verliefen. „Vi in welche Richtung müssen wir denn?“ „Das fragst du mich, ich kenn mich hier doch genauso wenig aus wie du.“ „Nici, kuck mal da kommt jemand.“ Ich drehte mich um und sah die beiden Jungs von Gestern. „Hey könnt ihr uns bitte zeigen wo es zum See geht.“, ergriff meine Schwester sogleich das Wort. „Seid ihr neu hier?“, fragte uns der schwarzhaarige. „Ja, zeigt ihr uns jetzt bitte den Weg?“, antwortete ich ein wenig zu gereizt. „Nur unter einer Bedingung.“ „Welche?“ „Das ihr uns nachlaufen müsst!“ „O.K.“ Ohne lange darüber Nachzudenken stimmten wir zu. Und ohne lange zu zögern rannten die Boys los und wir hinterher. Mir taten die Füße schon weh und ich konnte mir denken, dass es Vi genauso erging, denn wir lebten unter dem Motto: „Sport ist Mord“
Und wie es auch nicht anders kommen konnte rannten die Jungs noch schneller. Wir kamen in einen Wald, wo sehr viele Wurzeln herausschauten. Ich hatte Flip-Flops an, einer von ihnen verhedderte sich in einer Wurzel und ich fiel geradewegs mit dem Kopf in einen Haufen Pferdescheiße. Vi hielt an und half mir auf die Beine. Die Jungs hatten auch mitbekommen, dass irgendwas nicht stimmte und kamen auch zurück. Als sie mich sahen fingen sie an blöd zu grinsen und aus dem Grinsen wurde Schallendes  Gelächter. „Könntet ihr vielleicht die Klappe halten?!?“, fauchte ich sie an. Doch die Jungs lachten nur noch fieser weiter. Jetzt kam mir Vi zu Hilfe und machte den Jungs mal ordentlich Pfeffer unter dem Arsch. Augenblicklich verstummte das Lachen. „Dann sucht euch den See doch selbst!“, fauchten sie zurück und gleich darauf waren sie auch schon verschwunden. Ich wusste nicht, was ich an denen mal süß fand. Unglaublich wütend fanden wir den See dann schließlich auch. Ich sprang sofort hinein um mir die Kacke aus dem Gesicht zu Waschen. Nachdem wir ausgiebig gebadet hatten machten wir uns auf den Heimweg. Als wir zu Hause ankamen fragten uns sogleich unsere Eltern was es neues gebe. Worauf sie zur antwort bekamen: „Es gibt nichts Neues außer, dass wir zwei A.......... kennen gelernt hatten.“
Später, als wir schon wieder einige Zeit zu Hause waren ging ich in den Chat, in der Hoffnung, dass meine alten Freunde auch gerade eingeloggt waren. Leider ohne Erfolg. Also schaltete ich den Computer wieder aus und zog mich in mein Zimmer zurück. Ich legte eine Cd von Green Day ein und sie spielten mich in den schlaf. Doch irgendwann war die Cd auch fertig und ich schreckte hoch weil es auf einmal so still war. Ich schaltete den Cd player aus, zog meinen Pyjama an und schlief wieder ein. „Guten Morgen Siebenschläfer“, ich schrak hoch. „Vi musst du mich so erschrecken?“ „Ja denn sonst verschläfst du mir ja den ganzen heutigen Tag.“ „Wie spät ist es denn?“ „Halb eins“ „Was schon so spät?“ „Ja.“ Ich rappelte mich hoch und kletterte aus dem Bett. Ich ging ins Bad um mich zu Duschen und zog mich an. „Mama und Papa haben für heute Abend alte Freunde von ihnen eingeladen und die haben auch zwei 14-jährige Jungs.“ „Meinst du die kommen mit?“ „Sicher, was meinst du denn?“  „Wann kommen die denn?“ „Gegen sechs.“ Ich wusste nicht, ob ich mich auf die Jungs freuen sollte oder nicht, aber wenn sich Vi freute, dann freute ich mich auch. Den Nachmittag verbrachten Vi und ich damit indem wir mit unseren alten Freunden Telefonierten und uns über den neuesten Klatsch und Tratsch informierten. Plötzlich stellte ich voller Schrecken fest, dass es bereits halb sechs war und nun kamen wir in Stress, denn jede wollte noch Duschen und da ich die Angewohnheit hatte immer mindestens 20 Minuten zu Duschen bestand Vi darauf, dass sie zuerst gehen würde und dann war auch noch das warme Wasser alle, so konnte ich auch noch eiskalt duschen. Eine Minute vor sechs waren wir beide dann endlich fertig und gleich darauf klingelte es auch schon an der Tür. Laute Begrüßungsrufe ertönten als Vi und ich hinuntergingen. Doch als ich am Treppenabsatz anlangte drehte sich vor entsetzen mein Magen um. Vi die nun Neugierig wie sie war auch gucken musste wieso ich so bleich war blieb wie angewurzelt stehen. Vor uns stand niemand anderes als die Jungs, die uns den Weg zum See zeigten. Ich machte auf dem Absatz kehrt und stürmte in mein Zimmer. Mir hatte es noch immer die Sprache verschlagen, als Vi herein stürzte. „Sag mir, dass das nicht war ist.“ Kam es aus Vi’s Mund. Ich gab ihr keine Antwort.
Doch schließlich sagte ich doch: „Ich gehe da heute sicher nicht mehr hinunter.“
Wir hörten wie jemand die Treppe heraufstieg. „Sind sie das?“, fragte ich Vi panisch.
Doch Gott sei Dank war es nur Mama, die hereinkam und sagte: „Ach Nici, Vi hier seit ihr. Kommt doch bitte herunter und begrüßt doch unsere Gäste.“ Panik stieg in mir empor, wenn ich jetzt hinuntergehen würde würden sie bestimmt wieder so blöd grinsen. Mama die bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte fragte was denn los sei, bekam aber keine Antwort auf ihre Frage. Langsam quälte ich mich Stufe für Stufe hinunter gleich war ich unten. Und ich hatte es geschafft, ich konnte die Jungs auch schon sehen und als sie mich erblickten erstarrte ihr Gesicht genauso wie bei mir vorhin. Als ich schließlich alle begrüßt hatte, wusste ich auch, dass der mit den Dreadlocks Tom und der mit der Manga-Frisur Bill hieß. Nun wussten sie auch die Namen von meiner Schwester und mir. Nachdem wir noch längere Zeit ohne ein Wort zu sagen einfach nur dagestanden waren, gab es Essen. Ich und Vi aßen sehr schnell, um uns endlich wieder in unsere Zimmer zurückziehen zu können. Es wäre uns gelungen uns wieder in unsere Zimmer hinaufzuschleichen, wenn nicht Mama noch gesagt hätte: „Nici, nehmt doch Bill und Tom mit hoch.“ Erneut stieg Panik in mir hoch, doch es nutzte nichts und Bill und Tom erhoben sich ebenfalls schon von ihren Stühlen. Suchend sah ich mich um, Vi war schon oben. Toll jetzt ließ sie mich auch noch alleine. Als ich mit Tom und Bill im Schlepptau endlich oben ankam öffnete ich die Tür zu Vi’s Zimmer. Ich konnte sie nirgends entdecken, also konnte ich mir schon denken, dass sie in meinem Zimmer war. Ich hatte richtig geraten, Vi hatte es sich schon auf meinem Bett bequem gemacht. „Da bist du ja endlich!“, empfing sie mich und als sie die Jungs sah fragte sie: „Was machen denn die da?“ Ich antwortete ihr nicht, sondern schmiss mich neben sie auf mein Bett. Da die Jungs immer noch blöd herumstanden sagte ich zu ihnen: „Setzt euch doch auch.“ Dankend nahmen sie das Angebot an. Ich konnte schon wieder ein fieses Grinsen in ihren Gesichtern erkennen und wollte verhindern, dass sie schon wieder diese peinliche Begegnung aufwärmten, also wollte ich zur Abwechslung mal sie verarschen und warf Vi einen Blick zu. Diese wusste sofort, was ich wollte und fing an mit: „Nici, hast du gesehen wie sie ihr Gesicht verzogen, als sie uns heute sahen?“ „Ja natürlich, sah ganz witzig aus.“, und ich ahmte eine wirklich witzige Grimasse nach, die sogar so ähnlich aussah wie die von Bill und Tom vorhin. Vi und ich schüttelten uns vor Lachen, aber leider fanden die Jungs das gar nicht so witzig. Bill warf Tom einen vielsagenden Blick zu. Wir hatten keine Ahnung was das bedeuten sollte, hatten aber auch keine Zeit uns weiter darüber Gedanken zu machen, denn plötzlich stürzte sich Bill auf mich und fing an mich zu kitzeln. Ich war unheimlich kitzlig und das nutzte Bill natürlich voll aus. Vor lauter Lachen hatte ich schon tränen in den Augen. Ich wunderte mich wieso Vi mir nicht zu Hilfe kam und konnte durch meinen Tränenschleier erkennen, dass Tom sie auskitzelte. Vi und ich flehten sie an: „Bitte hört auf!“, doch die Jungs zeigten kein erbarmen. Erst nachdem es ihnen so vorkam als hätten sie uns jetzt genug gequält ließen sie uns los. Vollkommen erschöpft blieben Vi und ich liegen und erst jetzt bemerkte ich, dass Bill auf mir saß. Ich blickte in seine Schokobraunen Augen und in mir fing etwas an zu kribbeln. Schließlich hatten wir uns von der Kitzelattacke wieder erholt und setzten uns wieder normal auf. „Was macht ihr eigentlich so in eurer Freizeit?“, fragte Vi dann schließlich die Jungs. „Tom und ich sind in einer Band, und wenn wir einmal nicht am proben sind, dann ärgern wir Mädels wie euch.“ „Und was macht ihr so hier?“, fragte nun Tom. „Wir sind neu hier und haben nichts Besseres zu tun, als solchen Jungs wie euch hinterherzurennen.“
„Wer von euch ist eigentlich älter?“, richtete ich meine Frage, die mir schon so lange auf der Zunge brannte an die Jungs. „Ich bin um zehn Minuten älter als Bill.“ „Was ihr seid auch Zwillinge?“, kam es aus Vi’s und meinen Mund gleichzeitig. „Ihr denn auch?“, fragte nun Bill. „Mhm“, antwortete Vi. „Ihr seht euch aber überhaupt nicht ähnlich“, entfuhr es Tom. „Ihr aber auch nicht.“, antwortete ich. Schließlich erklärten uns die Brüder dann doch, dass sie eineiige Zwillinge waren und nur jeder einen anderen Style hatte. „Tat das Piercen eigentlich weh?“, fragend blickte ich Bill und Tom an. „Na ja, das in der Augenbraue tat nicht so weh, nur das in der Zunge, da konnte ich eine Woche lang mal nicht so gut reden.“, antwortete mir Bill. „Was natürlich ein großer Verlust war!“, kam es von Tom, der in der Lippe ein Piercing hatte und sich immer im Hip-Hop-Style kleidete. Nach einer Stunde kannten wir die Jungs dann besser und sie hatten uns auch noch mehr über sich erzählt. Eigentlich waren sie sogar richtig nett und irgendwie hatte ich so das Gefühl, dass sie unsere ersten Freunde hier waren und die Zwillinge von nun an zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben gehörten. Bill und Tom hatten vorgeschlagen, dass sie uns Morgen die Stadt (das Dorf) zeigen wollten. Wir waren natürlich gleich einverstanden und machten aus, dass sie uns gegen 10 Uhr abholen würden. Ziemlich spät Vi glaubte gegen halb 4 am Morgen verabschiedete sich Familie Kaulitz, so hießen die Twins mit Nachnamen und gingen nach Hause. Ich bekam nichts von alledem mit, denn ich musste schon so gegen drei eingeschlafen sein. Jedenfalls erzählte mir Vi am nächsten Tag, dass ich geschlafen hatte wie ein kleines Baby und dass Bill, dem schon langweilig wurde, weil Vi mit Tom flirtete, was das Zeug hielt, mich immer in die Seite stach, um mich aufzuwecken, jedoch ohne Erfolg. Vi sagte auch, dass Bill mich süß fand. Und wenn ich an Bill dachte fing es bei mir im Bauch schon wieder zu kribbeln an. „Und was ist jetzt mit dir und Tom?“, wollte ich von meiner Schwester wissen. „Nun ja was soll schon sein, ich hab mich in Tom verknallt.“ „Seid ihr schon ein Paar?“ „Nein noch nicht, aber wer weiß, vielleicht ja bald.“ „Und du, bist du auch in Bill verknallt?“, wollte nun Vi wissen. „Ja total.“ Worauf Vi mir berichtete, dass sie wisse, dass Bill auch auf mich steht, nur etwas schüchtern war. Ach meine Schwester wusste ja gar nicht wie glücklich sie mich gerade gemacht hatte.

 

Pünktlich um zehn waren die Jungs hier. Vi und Tom begrüßten sich schon mit einer freundschaftlichen Umarmung. Wobei ich wieder nicht wusste, was ich bei Bill machen sollte, also sagte ich einfach nur Hallo und konnte mir ein grinsen nicht verkneifen. Wir schlenderten die Straße entlang und hie und da deuteten Bill und Tom auf ein Geschäft, wo es wichtige Sachen zu kaufen gab. Wir kamen an einer Gruppe älterer Jungs vorbei, die uns blöd nachstarrten. Und plötzlich packte mich einer von hinten und küsste mich so stark, dass er mich beinahe erdrückte. Da ich nicht stark genug war um mich zu wehren konnte ich nichts anderes machen, als alles über mich ergehen zu lassen. Als Bill bemerkt hatte was los war, stürzte er herbei und schrie: „Hey, lass die Kleine in Ruhe!“ Die fremden Lippen lösten sich und ich trat ein paar Schritte zurück. „Was geht dich denn das an du Stöpsel?“, motzte er Bill an. „Sie ist meine Freundin!?!“, schrie Bill zurück und warf mir dabei einen flüchtigen Blick zu. „Das glaube ich dir nicht, wieso sollte sie eine solche Comic-Figur wie dich zum Freund haben?“ Da ich nicht zusehen konnte wie Bill sich meinetwegen in Schwierigkeiten brachte, schritt ich ein. Ich näherte mich Bill und drückte meine Lippen an seine. Nach einem langen Kuss löste ich meine Lippen von den seinen und sagte zu dem Möchtegernfreund: „Wenn er nicht mein Freund wäre, würde ich ihn dann so küssen?“ Schließlich gab er auf und gesellte sich zu seinen anderen Kumpels. Schweigend gingen Bill und ich weiter Tom und Vi hatten noch nichts von unserer Abwesenheit bemerkt und waren weiter gegangen, was zur Folge hatte, dass wir unendlich weit hinten waren. Ich blieb stehen. „Was ist?“, fragte Bill, der nun auch stehen blieb.
„Danke.“, sagte ich zu Bill und er kam langsam näher und küsste mich. Meine Gefühle in dem Moment waren unbeschreiblich. Nach einem langen und innigen Kuss fragte ich Bill: „Heißt das jetzt, dass wir ein Paar sind?“ „Wenn du willst?“ Bill sah mich fragend an. „Natürlich will ich.“ Darauf zog Bill mich noch näher an sich und küsste mich noch stärker als vorhin. Da wir jetzt schon ziemlich weit hinten waren mussten wir uns beeilen, damit wir Vi und Tom noch einholen konnten. Als wir sie endlich erreicht hatten küssten sie sich gerade genauso innig wie ich und Bill uns vorhin. Wir warteten ab, bis sie zu Ende geküsst hatten, zumindest hatten wir das vor, aber ihr Kuss nahm einfach kein Ende, also räusperten wir uns, um uns bemerkbar zu machen. Schlagartig lösten sie sich. „Ich schätze wir haben jetzt ein neues Paar.“, platzte Bill heraus. „Ja Bruderherz, du hast es erfasst.“, antwortete Tom knapp, jedoch konnte ich genau sehen wie glücklich er war und Vi auch. „Wo wart ihr eigentlich so lange?“, fragte nun Vi. Und Bill begann einmal mit: „Na ja ähm da war so ein komischer Typ und….  
Wir erzählten ihnen die Story, bis zu dem Moment als der Typ wieder verschwand, den Rest verschwiegen wir vorerst einmal. Vi und Tom schüttelten angewidert den Kopf als sie von der Kussatacke des Wildfremden hörten. „Und Tom meinte: „Man möchte meinen, dass hier sowieso nichts los ist und dann so was!“ Tom und Vi gingen Händchenhaltend, Bill und ich einfach nur nebeneinander, aber enger als sonst die Straße entlang. Wir kamen zu einer Bushaltestelle und da wir alle hungrig waren stiegen wir ein, um zum nächsten Mc Donald’s zu fahren. Dort angekommen bestellten wir uns alle etwas zu Essen und setzten uns gemeinsam an einen Tisch.
Tom stellte fest, dass auf dem Nachbarstisch ein hübsches Mädel saß und handelte sich so einen bösen Blick von Vi ein. „Natürlich ist sie nichts im Gegensatz zu dir Vi.“, sagte er entschuldigend und küsste sie. Bill und ich lächelten uns an. Mein Gott sein lächeln war so süß. Nachdem wir fertig gegessen hatten ging Vi noch schnell auf die Toilette und Tom, Bill und ich warteten draußen auf sie. Plötzlich läutete Tom’s Handy und um ungestört telefonieren zu können entfernte er sich von Bill und mir.
„Weißt du noch als wir uns das erste Mal sahen?“, fragte Bill mich. „Ja, Vi war in einem Geschäft um etwas zu kaufen, dass war an dem Tag, als wir hier ankamen.“ „Nici, ich fand dich von dem Moment an schon so richtig süß, nur als wir uns dann wieder sahen, als ihr uns nach dem Weg zum See fragtet da dachten wir, also Tom und ich dachten uns, dass ihr richtige Zicken seid und…“, ich ließ ihn nicht ausreden. „Ich weiß,…“, diesmal funkte mir Bill dazwischen. „Ich wollte mich nur entschuldigen, dass wir so blöd zu euch und vor allem ich zu dir waren.“ „Ach Bill, Vi und ich waren auch nicht viel besser und ich hatte die gleiche Einstellung wie du, aber ich weiß jetzt, dass ich mich geirrt hatte und du bist ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben geworden und….Bill küsste meine restlichen Wörter einfach weg und ich genoss es richtig. „Haben wir was verpasst?“, ertönten Vi’s und Tom’s Stimmen neben mir.
Fragend sah Vi zwischen Bill und mir hin du her. „Nun ja, die Story war noch nicht zu Ende.“, begann ich grinsend. „Was soll das heißen?“ fragte nun Tom. „Das heißt, dass noch ein sehr sehr wichtiger und entscheidender Teil fehlt.“, antwortete Bill. Jetzt kannten sich die Beiden nicht mehr aus und schließlich erzählten Bill und ich alles was wir noch verschwiegen hatten und ein Lächeln zauberte sich auf Tom’s und Vi’s Gesicht.

 

Wir machten uns wieder auf den Weg zum Bus und da nur mehr zwei Plätze Frei waren nahm Bill mich und Tom Vi auf den Schoß. Ich genoss die Busfahrt richtig und wünschte sie würde niemals enden, doch leider sah ich auch schon, dass wir in Loitsche angekommen waren und wir stiegen wieder aus. Da es schon acht war verabschiedeten Vi und ich uns von den Jungs mit einem innigen Kuss. Wir verabredeten uns für Morgen gegen 11 Uhr, dass sie uns einmal ihr Haus zeigen würden.

 

Zu Hause angekommen ertönten auch schon die Stimmen unserer Eltern: „Na wie war euer Tag?“ „Fabelhaft!“, und da waren Vi und ich uns wieder einmal einig. Ich war einfach nur glücklich, ich konnte meine Gefühle nicht beschreiben, aber eins wusste ich, dass ich noch nie so viel für einen Jungen empfunden hatte wie für Bill. Stunden später wälzte ich in meinem Bett herum, ich konnte einfach nicht schlafen, ich musste immerzu an Bill denken und mit dem Gedanken, dass ich ihn Morgen wieder sehen würde schlief ich dann doch noch ein.

 

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